Erste Worte
Ein Ort für meine Gedanken, die zu lang für einen schnellen Tweet sind. Für Dinge, die nicht sofort fertig sein müssen.
grotegerd.com habe ich 2002 registriert. Die Domain war seitdem vieles: Ablage, Spielwiese, Portfolio, manchmal auch einfach leerer Raum mit wechselndem Inhalt.
Jetzt beginne ich noch einmal von vorn. Nicht als großes Projekt, nicht mit Redaktionsplan, nicht mit dem Anspruch, regelmäßig etwas liefern zu müssen. Eher als Ort für Texte, die liegen bleiben dürfen, statt im endlosen Scrollen vorbeizurauschen. Was hier steht, wird keinem festen Thema folgen. Mal ein Essay, dem ich länger nachgehe, mal ein Filmtipp. Ein Reisebericht. Ein Foto. Eine technische Spielerei, die ich festhalten will. Es geht ums Festhalten selbst.
Der Anstoß kommt aus dem Wendehammer vor meiner Haustür. Wir treffen uns oft spontan mit ein paar Nachbarn auf einen schnellen Kaffee – draußen, in einer liebevoll aus Paletten gebauten Sitzecke unter dem Baum, unserem „Café Palette“. Man spricht über Gott und die Welt, über Politik, über den Zeitgeist – selten zu Ende, manchmal unterbrochen genau dann, wenn es interessant wird.
Meine ersten beiden Texte sind der Versuch, ein paar dieser Ausschnitte einmal zu Ende zu denken. Nicht mit großer Erklärmission und nicht, weil ich glaube, die Antworten zu haben. Eher umgekehrt: Das Aufschreiben ist für mich die Art, herauszufinden, was ich eigentlich denke. Im Gespräch bleibt vieles Andeutung; hier muss man sich festlegen, und genau das ist der Reiz.
Beide Texte kreisen um dieselbe Frage, aber aus verschiedenen Richtungen. Der erste fragt, warum so viele Leute die Demokratie gerade für erschöpft halten – und ob das stimmt. Der zweite fragt, was man tun müsste, damit sie wieder liefert, ohne aufzuhören, Demokratie zu sein.
Mehr zu mir findet man hier, ansonsten geht's los mit den ersten beiden: